TAUCHPLÄTZE AUF MADAGASKAR - RUND UM NOSY BE
NOSY KOMBA:

Nosy Komba liegt etwa 7 km südöstlich von Nosy Be und ist eine kleine, vulkanische Insel. Die Vegetation besteht aus dichtem Urwald, zahlreiche Lemuren leben auf dieser Insel. Ein besonderes Erlebnis ist es, wenn die Lemuren ohne Scheu zu den Touristen kommen und erwarten, dass frische Bananen oder Papayas verfüttert werden! Ein kleines Fischerdorf befindet sich in diesem Naturschutzgebiet. Traumhafter Strand und ausgesprochen nette, freundliche Menschen, die den Touristen gerne auch als Führer zur Verfügung stehen. Diese Insel ist nur per Boot zu erreichen. Tauchen kann man entweder vom Strand oder vom Boot aus. Die Tauchtiefen sind hier eher gering und es gibt kaum Strömung. Die besten Monate für eine Tauchreise in den Norden von Madagaskar sind die Monate April - Oktober. Ebbe und Flut ist stark zu spüren und es kann vorkommen, dass sich dadurch die Sichtweiten etwas verschlechtern. Die Fahrtzeit von Hell-Ville, dem Hauptort von Nosy Be beträgt etwa 1 Stunde. Wenn man einmal auf Komfort verzichten möchte, kann man hier auch in einfachen Hütten übernachten und ein Abendessen mit den einheimischen Fischern, wird ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

Riesige Korallenblöcke bilden hier den idealen Lebensraum für zahlreiche Riff-Fische und auf dem sandigen Boden abseits der Korallenblöcke kann man zahlreiche, gutgetarnte Seezungen antreffen. Die interessantesten Plätze liegen auf der Rückseite der Insel. Auf der Seite hin zum offenen Meer, trifft man weiter draußen große Schwärme von Thunfischen, Stachelmakrelen und eventuell auch Zitronenhaie an.

Es gibt keine Tauchbasis auf Nosy Komba, man muss bereits auf Nosy Be alles veranlassen, am besten über die dortige Tauchbasis.

ANKAREA:

Ankarea liegt im Mitsio Archipel im Norden von Nosy Be. Die Anfahrt mit dem Boot dauert ca. 5 Stunden. Weißer unberührter Sandstrand, nur selten kommen Fischer hierher um zu übernachten. Hier ist die beste Tauchzeit Mai - Juni und September - Oktober.

Eine Begegnung hier mit Großfischen ist sehr wahrscheinlich. Bei solch einer Fahrt, sollten mindestens zwei Nächte auf der Insel eingeplant werden! Es gibt auch kein Trinkwasser auf der Insel!

Tauchgänge können auch vom Strand aus gemacht werden. Dort befinden sich Korallenblöcke auf sandigem Boden, ideal für Freunde des "Kleinen". Weiter draußen findet man Stachelrochen und Adlerrochen. Vom Boot aus kann man an den Riffhängen von Ankarea, die bis zu 50 m abfallen, herrliche Tauchgänge durchführen. Zackenbarsche, Fledermausfische, Stachelmakrelen, Ammenhaie, Schildkröten und Haie kann man hier beobachten.

Von Nachttauchgängen sollte man hier Abstand nehmen, denn ab der Dämmerung kommen Tigerhaie hierher um zu Jagen und Fressen.

Man sollte sich auch Zeit nehmen und den gleichnamigen Berg - den Ankarea zu besteigen. Kleine Pfade führen bis auf den Gipfel. Dauer des Aufstieges etwa 2 Stunden, dafür wird man mit einem herrlichen Blick auf den gesamten Archipel belohnt.

Im Süden gibt es noch eine weitere Sensation, eine Flanke eines Berges besteht aus Basalt in kristalliner und säulenartiger Form. Die einzelnen Pfeiler ragen bis zu 45 m hoch.

TSARABADJINA:

Tsarabadjina gehört ebenfalls zum Mitsio Archipel und liegt etwa 60 Kilometer von Nosy Be entfernt. Eine Kombination mit Ankarea ist natürlich sinnvoll. Diese kleine 500 m große Insel besteht nur aus einem Hügel, eingerahmt von vier Klippen, die im Wasser stehen.

Weiße Strände, drei herrliche Buchten, erwarten den Besucher und bieten Schutz vor einem starken Wind. Die Insel ist stark bewachsen, unbewohnt und hat kein Süßwasser.

Hier ist die beste Tauchzeit Mai - Juni und September - Oktober. Tsarabadjina liegt etwa auf halbem Weg zwischen Nosy Be und Ankarea. Bereits in den Buchten kann man herrlich schnorcheln und zahlreiche Rochen beobachten. An den zahlreichen einzelnen Korallenblöcken, wenige Minuten von der Insel entfernt, tummeln sich unzählige Riff-Fische. An den Hängen des Riffs kommen unzählige Langusten vor.

Von Nachttauchgängen sollte man auch hier Abstand nehmen, denn ab der Dämmerung kommen Tigerhaie hierher um zu Jagen und Fressen.

Bereits in wenigen Metern Tiefe trifft man auf zahlreiche Muscheln, Schnecken, Seesterne, in allen Größen, Formen und Farben. Ein Paradies für Unterwasserfotografen!

Diese Ausflüge in das Mitsio Archipel vermitteln echtes Robinson Feeling.

Ein wichtiger Tipp: Mückenschutzmittel nicht vergessen

NOSY RANGE:

Diese herrliche Doppelinsel liegt südlich der Insel Nosy Be, in der Nähe des madegassischen Festlandes. Die Fahrt von Nosy Be aus dauert etwa 4 Stunden. Bei Ebbe sind die beiden Inseln durch einen schmalen Sandstreifen miteinander verbunden. Eine große Lagune umgibt diese Koralleninsel.

Auf der Insel gibt es einige Fischer und einen Leuchtturm. Das Wasser um die Insel ist kaum tiefer als 10 Meter, auch ideal für Schnorchler oder Anfänger. Der Boden ist sandig mit Korallenblöcken, Lebensraum für riesige Schwärme an Riff-Fischen und Unmengen an Langusten. Papageifische, Stachelrochen, Ammenhaie und vor allem zahlreiche Schildkröten.

Die beste Zeit ist hier April - Juni und September bis Oktober. Im Juli und August kommen starke Winde auf, die das Meer sehr stark aufwühlen. Hier auf dieser Insel mit endlosen, Sandstränden, kommen das ganze Jahr über, Schildkröten zur Eiablage an den Strand.

Auf solch einer Insel eine Nacht zu verbringen ist ein ganz besonderes Erlebnis. Vom Leuchtturm aus, hat man einen herlichen Überblick auf die traumhafte Lagune. Bei den wenigen Bewohnern der Insel kann man eventuell auch mal ein Huhn kaufen, wenn man von Fisch und Langusten genug hat.

Bitte verhalten sie sich ruhig und stören sie nicht die Schildkröten in der Nacht bei der Eiablage, achten sie auch am Tag darauf, dass man nicht unnötig die Gelege zertrampelt und halten sie sich niemals Unterwasser an einer Schildkröte fest!